Polnischer Verteidigungsminister: Trump hat keinen klaren Plan zur Beendigung des Krieges in der Ukraine

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Der polnische Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz erklärte während einer Rede auf der Luftwaffenbasis Ramstein in Deutschland, dass das Team von Donald Trump derzeit keinen konkreten Friedensplan für die Ukraine vorweisen kann. Nach Angaben des Ministers beschränken sich die Diskussionen zu diesem Thema bisher auf Medienberichte und Wahlkampfaussagen.

„Es gibt noch keinen Friedensplan für die Ukraine; er wurde noch nicht vorgestellt. Es gibt Presseberichte, Wahlkampfreden von Präsident Trump und seinen Beratern, aber eine Vision, die ernsthaft diskutiert werden könnte, fehlt bislang,“ sagte Kosiniak-Kamysz während eines Briefings, das vom Sender TVP Info übertragen wurde.

Trumps Team überdenkt seinen Ansatz zur Ukraine

Laut der Financial Times, die sich auf europäische Beamte beruft, die an Konsultationen mit der künftigen US-Regierung teilgenommen haben, überdenkt das Team von Trump derzeit seine Strategie zur Beendigung des Krieges in der Ukraine.

Eine Quelle erklärte der Zeitung, dass Trumps Regierung darauf bedacht sei, Stärke zu demonstrieren, was ihre Entscheidungen maßgeblich beeinflusse. „Sie sind besessen davon, stark zu wirken, und das treibt ihre Neubewertung der Ukraine-Politik an,“ so der Beamte.

Bislang gibt es jedoch in Washington keinen Konsens über konkrete Schritte zur Beendigung des Krieges. Der Bericht deutet darauf hin, dass dies wahrscheinlich bedeutet, dass die USA ihre Unterstützung für Kiew nach Trumps Amtseinführung fortsetzen werden.

Sorge vor einem „Afghanistan-Szenario“

In Trumps Übergangsteam besteht zudem die Sorge, dass ihre Maßnahmen mit dem chaotischen Abzug der US-Truppen aus Afghanistan während der Präsidentschaft von Joe Biden verglichen werden könnten. „Sie möchten ein solches Szenario in der Ukraine nicht wiederholen,“ erklärten Quellen aus dem Umfeld von Trump.