Schlüsselwörter: Putin, Waffenstillstandsverletzung, russische Aggression, Ukraine, Sibiga, FPV-Drohnen, Iskander, X-101, NATO-Bedrohung
Kiew, 24. Dezember — Der von Russland angekündigte „Waffenstillstand zu Weihnachten“ hat sich als reine Propaganda-Manöver erwiesen. Trotz der Erklärung Moskaus, die Kampfhandlungen vorübergehend einzustellen, setzte das russische Militär seine Angriffe auf die gesamte Frontlinie fort.
Laut dem ukrainischen Außenminister Dmytro Kuleba wurden innerhalb von nur zwölf Stunden — von Mitternacht bis Mittag am 24. Dezember — 734 Verstöße gegen den Waffenstillstand und 63 Sturmangriffe registriert. 23 dieser Angriffe dauern noch an . Ukrainische Streitkräfte verteidigen sich nach Kräften.
Zudem führte Russland 586 Artillerieangriffe durch, darunter 464 mit schweren Waffen , 176 Drohnenangriffe mit FPV-Drohnen sowie 10 Luftschläge unter Einsatz von 16 Lenkbomben .
„Das ist kein Waffenstillstand – es ist eine Provokation“, sagte Kuleba. „Wir reagieren entschlossen und teilen alle Informationen über diese Verbrechen mit unseren Partnern in den USA, der EU und internationalen Organisationen.“
Russland baut Rüstungsproduktion massiv aus
Laut Berichten des Magazins The Economist erhöht Russland die Produktion moderner Waffen drastisch. Allein im letzten Jahr stellte das Land mehr als 1.400 ballistische Raketen vom Typ Iskander und 500 Marschflugkörper X-101 her — Waffen, die auch Ziele tief im europäischen Hinterland erreichen können.
Experten warnen: Für Präsident Wladimir Putin dient der Krieg nicht nur der Eroberung fremden Territoriums, sondern auch der Festigung seiner Herrschaft und der ideologischen Mobilmachung der russischen Bevölkerung.
Gefahr für die Baltischen Staaten und Finnland wächst
Die Sprache Putins richtet sich zunehmend gegen die Souveränität der Baltischen Staaten und Finnlands . Obwohl Russland militärisch noch nicht bereit für einen Konflikt mit der NATO sei, könnte es laut The Economist bereits in sechs Monaten versuchen, einen der baltischen Staaten anzugreifen. Innerhalb von zwei Jahren wäre sogar ein begrenzter Krieg gegen mehrere Länder gleichzeitig möglich.
Ausblick: Ukraine hält Stand, Weltgemeinschaft gefordert
Die Ukraine verteidigt sich weiterhin erfolgreich, unterstützt durch ihre tapferen Soldat:innen und die Hilfe internationaler Partner. Die Lage bleibt jedoch angespannt, insbesondere in den Regionen Donezk, Luhansk und im Süden des Landes.
Die Erfahrung zeigt: Russische „Friedensangebote“ sind meist Taktik, um Zeit zu gewinnen oder Druck zu reduzieren. Ein echter Frieden ist erst denkbar, wenn Russland seine Truppen vollständig abzieht, die besetzten Gebiete räumt und für Kriegsverbrechen zur Verantwortung gezogen wird.