Massiver Drohnenangriff auf Russland: Militärische Ziele getroffen, Flughäfen lahmgelegt

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In der Nacht zum 7. Mai erlebte Russland einen der massivsten Drohnen- und Raketenangriffe seit Beginn des großangelegten Krieges gegen die Ukraine. Nach Angaben mehrerer Quellen wurden mindestens 447 Langstreckendrohnen und Raketen eingesetzt. Russische Medien und Militärblogger bezeichneten den Angriff als „Albtraum“ und „beispiellos in seinem Ausmaß“. Experten warnen, dass ähnliche Angriffe am gesamten Wochenende andauern könnten.

Wichtige militärische und industrielle Ziele getroffen

Eines der Hauptziele war eine Glasfaserfabrik in Saransk. Das ukrainische Zentrum für Desinformationsbekämpfung berichtet, dass das Werk, das die russische Armee mit Glasfaserkomponenten für Drohnen und Kommunikation beliefert, schwer beschädigt wurde. Die Fabrik gilt als einzige ihrer Art in Russland – ein möglicher Produktionsstopp hätte direkte Auswirkungen auf die militärischen Fähigkeiten des Landes.

Auch russische Onlinequellen bestätigten die Zerstörungen und äußerten Unverständnis darüber, dass ein derart wichtiges Werk nicht besser geschützt war.

Weitere gemeldete Angriffsziele:

  • In der Region Tula wurde ein Rüstungsbetrieb des staatlichen Konzerns Rostec getroffen, in dem Mehrfachraketenwerfer wie „Grad“, „Uragan“, „Smerch“ und „Tornado“ sowie Munition für das Flammenwerfersystem TOS-1A „Solnzepek“ produziert werden.
  • In der Region Moskau wurde der Militärflugplatz Kubinka angegriffen. Dort sind Kampfjets wie MiG-29, Su-27 und Langstreckenbomber vom Typ Tu-22M3 stationiert. Satellitenbilder zeigen große Brände in Bereichen, in denen sich mutmaßlich Treibstoff- und Munitionslager befinden.
  • Auch auf dem Luftwaffenstützpunkt Schaikowka in der Region Kaluga wurden Brände beobachtet. Dort sollen unter anderem strategische Raketen wie die Ch-22 gelagert sein.

Chaos an russischen Flughäfen

Nach dem Angriff herrschte in der russischen Zivilluftfahrt Chaos. In den großen Moskauer Flughäfen – Scheremetjewo, Domodedowo und Wnukowo – wurden Dutzende Flüge gestrichen oder stark verspätet. Passagiere warteten stundenlang, einige sogar seit dem Vortag. Ähnliche Probleme wurden aus Wolgograd, Samara, Nischni Nowgorod und Perm gemeldet. In Sankt Petersburg saßen Fluggäste bis zu sieben Stunden in Maschinen fest.

Die Abfertigungshallen waren überfüllt, vor den Ticketschaltern bildeten sich lange Schlangen. Das Flughafenpersonal verteilte kostenloses Wasser. Kurios: Am Flughafen Domodedowo begann das feststeckende Militärorchester des Kremls, mitten in der Wartehalle zu proben.

Internetprobleme und „Vorbereitung auf den 9. Mai“

In mehreren Städten kam es zu Störungen des mobilen Internets. Offiziell hieß es, die Einschränkungen stünden im Zusammenhang mit den Vorbereitungen zum „Tag des Sieges“ am 9. Mai. Bürger berichteten jedoch, dass sie weder ein Taxi rufen noch Essen bestellen konnten.

Strategisches Signal vor dem Tag des Sieges

Die Angriffe kurz vor dem russischen Feiertag am 9. Mai sind nicht nur militärisch, sondern auch symbolisch bedeutsam. Indem die Ukraine zentrale Einrichtungen für Logistik, Rüstungsproduktion und Lagerung tief im russischen Hinterland angreift, demonstriert sie ihre wachsende Reichweite und Handlungsfähigkeit.

Die Botschaft ist klar: Die Ukraine kann nicht nur an der Front, sondern auch tief im Herzen Russlands zuschlagen.