In der Stadt Engels in der Region Saratow brach letzte Nacht nach einem Drohnenangriff ein gewaltiger Brand in einem Öldepot aus. Anwohner berichteten, dass in verschiedenen Teilen der Stadt mehr als dreißig Explosionen zu hören waren.
Angriff auf die „Kristall-Anlage“
Das angegriffene Öldepot, die „Kristall-Anlage,“ versorgt den strategischen Luftwaffenstützpunkt „Engels-2“ mit Treibstoff. Auf diesem Stützpunkt ist die strategische Luftfahrt Russlands stationiert, die für Angriffe auf ukrainisches Territorium eingesetzt wird. Laut der Publikation ASTRA wurden die Bilder der Schäden durch den Vergleich von Augenzeugenvideos mit Panoramabildern von Google Maps verifiziert. Später veröffentlichte auch der Gouverneur der Region Saratow Fotos, die das Ausmaß der Zerstörungen bestätigten.
Ein Schlag für die russische Militärlogistik
Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte bestätigte, dass der Angriff erhebliche Schäden an der Anlage verursachte, die eine entscheidende Rolle bei der Versorgung der russischen strategischen Luftfahrt mit Treibstoff spielt. Laut dem Generalstab erschwert die Zerstörung des Öldepots die Logistik der Besatzungstruppen erheblich und verringert ihre Fähigkeit, Luftangriffe auf ukrainische Städte durchzuführen.
Ausnahmezustand in Engels erklärt
Als Reaktion auf den Angriff erklärten die lokalen Behörden in Engels den Ausnahmezustand. Beamte gaben an, dass die Entscheidung aufgrund der Ausweitung des Brandes getroffen wurde. Im Öldepot kam es zu einer sekundären Detonation, die einen weiteren Treibstofftank explodieren ließ.
Vergeltungsschlag: Russland greift Saporischschja an
Als Vergeltung für den Angriff auf die militärische Einrichtung in Engels startete das russische Militär einen Luftangriff auf die zivile Stadt Saporischschja. Bei dem Angriff wurden gelenkte Fliegerbomben eingesetzt, die laut Experten auf solche Entfernungen keine hohe Präzision aufweisen. Der Angriff richtete sich daher absichtlich gegen zivile Infrastruktur.
Nach den neuesten Berichten kamen bei diesem Angriff mindestens 13 Menschen ums Leben, über 60 weitere wurden verletzt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verurteilte diesen Akt der Aggression und betonte, dass Russland bewusst Zivilisten angreife.
„Dieser Angriff zeigt, dass Russland nur Krieg und Blutvergießen anstrebt. Deshalb dürfen wir keinen einzigen Tag verlieren – wir müssen den Druck auf Moskau erhöhen und es zum Frieden zwingen,“ erklärte Selenskyj.
Der Kontext der russischen Aggression
Diese Ereignisse unterstreichen erneut die aktive Nutzung der strategischen Luftfahrt durch Russland für Angriffe auf die Ukraine, einschließlich ziviler Ziele. Die ukrainischen Streitkräfte reagieren mit präzisen Angriffen auf logistische Knotenpunkte, die die Kriegsführung des Feindes unterstützen, und reduzieren so dessen Fähigkeit, den Konflikt aufrechtzuerhalten.
Für eine detaillierte Analyse der jüngsten erfolgreichen Operationen des Sicherheitsdienstes der Ukraine (SBU) gegen russische militärische Einrichtungen empfehlen wir diesen Artikel: SBU führt starke Angriffe auf russische Militäreinrichtungen durch: Eine detaillierte Übersicht.