Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hat erneut betont, den Krieg in der Ukraine schnell beenden zu wollen. Seine Aussagen sorgten jedoch wegen einer Übersetzungsfehler für Wirbel. Medienberichten zufolge haben die USA einen Waffenstillstands-Überwachungsplan, während Russland weiter Ukraines Kapitulation fordert.
„Wir brechen ab, wenn Frieden sabotiert wird“
Trump warnte kürzlich, seine Regierung könne Friedensbemühungen aufgeben, sollte eine Seite Verhandlungen blockieren:
„Wenn eine Partei ernsthafte Hindernisse schafft, sagen wir einfach: ‚Ihr seid Narren, schreckliche Menschen‘ – und steigen aus.“
Später stellte sich heraus, dass diese Formulierung nicht korrekt übersetzt wurde. Trump präzisierte, er „hätte es nicht so gesagt“.
Haben die USA einen Waffenstillstands-Plan?
Laut The Wall Street Journal hat das Weiße Haus ein System zur Überwachung eines möglichen Waffenstillstands ausgearbeitet. Einzelheiten sind nicht bekannt, doch Verbündeten wurde signalisiert, der Mechanismus sei einsatzbereit.
The New York Times berichtet, der Plan ähnele einem Entwurf, den die Ukraine bereits im März erwogen hatte. Russland lehnte damals Gespräche ab und forderte die „Entnazifizierung“ der ukrainischen Regierung sowie Selenskyjs Rücktritt.
Trumps Wankelmütigkeit: Von „24 Stunden“ zu Gebietsforderungen
Im März 2023 behauptete Trump, er könne den Krieg „an einem Tag“ beenden. Sein Berater Michael Kellogg versprach im Januar 2025 „Frieden in 100 Tagen“. Doch seitdem wechselte Trumps Haltung mehrfach:
- Februar 2025: Er diskutierte mit Putin über einen Waffenstillstand.
- März: Die USA setzten Militärhilfe aus, nahmen sie aber wieder auf, nachdem Kiew einem 30-tägigen Waffenstillstand zustimmte.
- April: Putin forderte ein Ende westlicher Waffenlieferungen. Trump nannte ihn zunächst „stur“, doch sein Unterhändler lobte kurz darauf „konstruktive Gespräche“ mit dem Kreml.
- 17. April: Ein Trump-Berater schlug vor, „fünf ukrainische Regionen an Russland abzutreten“, um „schnellen Frieden“ zu erreichen.
Aktuell gibt sich Trump optimistisch, warnt aber: „Wenn Gespräche scheitern, steigen wir aus.“
Wird die US-Hilfe für Ukraine bald gestoppt?
Laut NYT wird im Kongress über weniger Unterstützung diskutiert:
- Die aktuellen Hilfspakete (noch unter Biden beschlossen) sind bald aufgebraucht.
- Europäische Verbündete fürchten, die USA könnten die Aufklärungshilfe einstellen.
- Das Weiße Haus betont nun eher „was Amerika gewinnt“ statt ukrainischer Bedürfnisse.
Fazit
Trump inszeniert sich als Friedensstifter, doch seine Unbeständigkeit und Druck auf Kiew sind alarmierend. Russland bleibt bei aggressiven Forderungen. Jede Verhandlung droht zur Kapitulation zu werden – eine enorme Herausforderung für die Ukraine und ihre Partner.