Selenskyj beim Gipfel der Europäischen Politischen Gemeinschaft: „Umarmungen mit Putin werden den Aggressor nicht stoppen“

Spread the love

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach auf dem Gipfel der Europäischen Politischen Gemeinschaft in Budapest und betonte die Bedeutung der Einheit Europas im Angesicht der russischen Aggression und der Unterstützung der Ukraine im Kampf gegen die Invasion. In seiner Rede forderte Selenskyj die europäischen Staats- und Regierungschefs auf, keine Kompromisse mit dem Kreml einzugehen oder auf illusorische Friedenshoffnungen durch Zugeständnisse an Diktaturen zu setzen.

Nordkoreas Rolle im Krieg in Europa

Eine der zentralen Botschaften von Selenskyj war Nordkoreas Beteiligung am Krieg gegen die Ukraine. Seinen Angaben zufolge nehmen nordkoreanische Soldaten aktiv an Kämpfen teil, wodurch Pjöngjang faktisch Partei der Feindseligkeiten in Europa wird. Der Präsident erinnerte daran, dass Nordkorea nicht nur Waffen, sondern auch Soldaten zur Unterstützung Russlands liefert. Geheimdienstberichte aus Südkorea zeigen, dass über 10.000 nordkoreanische Soldaten bereits in Russland eingetroffen sind, wobei die meisten in frontnahen Gebieten wie der Region Kursk stationiert sind. Diese neue Bedrohung erfordert eine sofortige Reaktion der internationalen Gemeinschaft.

Die Gefahren von Kompromissen mit Diktatoren

Selenskyj warnte, dass einige Politiker versuchen, die Ukraine zu Zugeständnissen an Russland zu drängen. Er betonte, dass solche Kompromisse nicht nur für die Ukraine inakzeptabel, sondern auch für ganz Europa gefährlich seien. „Was kommt als Nächstes? Muss Europa auch die Gunst von Kim Jong Un suchen?“ fragte der Präsident rhetorisch. Europäische Führungspersönlichkeiten müssen verstehen, dass Frieden nur durch Stärke und Einheit erreicht werden kann, während Schwäche nur noch mehr Aggression provozieren wird.

„Umarmungen mit Putin werden nicht helfen“

Selenskyj erinnerte daran, dass einige europäische Politiker über 20 Jahre versucht haben, konstruktive Beziehungen zu Putin aufzubauen. Doch anstatt Frieden brachte dieser Ansatz nur eine Zunahme der aggressiven Politik des Kremls. „Er denkt nur an Kriege und wird sich nicht ändern. Nur Druck kann ihn aufhalten“, betonte der ukrainische Staatschef und unterstrich, dass jede Zusammenarbeit mit dem russischen Diktator nur eine trügerische Sicherheit ist, die Europa seine Stabilität kostet.

Russland für die Kriegsfolgen zur Verantwortung ziehen

Selenskyj rief die internationale Gemeinschaft auf, Russland aktiv für die Zerstörung und den Verlust von Menschenleben in der Ukraine zur Verantwortung zu ziehen. Seiner Meinung nach muss Russland den Preis für seine Aggression zahlen, nicht die Ukraine, die gezwungen ist, sich zu verteidigen. Er hob auch hervor, dass eingefrorene russische Vermögenswerte für den Wiederaufbau der Ukraine verwendet werden sollten, da das ukrainische Volk den höchsten Preis in diesem Krieg gezahlt hat. „Dies sind ukrainische Gelder, und sie müssen helfen, unser Land wieder aufzubauen“, sagte der Präsident.

Russland als Quelle der Instabilität

Selenskyj wies darauf hin, dass Russland weiterhin seine Aggression durch Ölverkäufe finanziert, Sanktionen umgeht und weltweit Komponenten für Drohnen und Raketen kauft. Er betonte, dass das russische Regime weiterhin in der Lage sei, sich in die inneren Angelegenheiten anderer Länder einzumischen und Instabilität in verschiedenen Regionen zu verbreiten. Europa brauche daher mächtige Hebel gegenüber Russland und dem Putin-Regime, um deren Pläne effektiv zu kontern.

Selenskyjs Kommentar zum fehlenden Partner-Engagement in Bezug auf die Stationierung nordkoreanischer Truppen in Russland zeigt die dringende Notwendigkeit entschlossener Maßnahmen zum Schutz Europas vor wachsenden Bedrohungen. Der ukrainische Staatschef forderte die europäischen Verbündeten auf, die Zusammenarbeit und Einigkeit zu stärken, um gemeinsam der Aggression des Kremls entgegenzutreten.


Für weitere Einblicke in die neuen Bedrohungen durch die russische Aggression lesen Sie „Die Ukraine erwägt die Wiederherstellung ihres Nukleararsenals als Antwort auf die russische Aggression,“ in dem mögliche Schritte der Ukraine angesichts der anhaltenden Bedrohung durch Russland beleuchtet werden.