Am 6. April rief die Ukraine einen nationalen Trauertag für die Opfer eines der brutalsten Terroranschläge Russlands der letzten Zeit aus. Bei einem massiven Raketen- und Drohnenangriff auf Krywyj Rih kamen mindestens 19 Menschen ums Leben, darunter 9 Kinder. Über 70 weitere Personen wurden verletzt, viele davon schwer. Die russischen Streitkräfte griffen die Stadt mit einer ballistischen Rakete vom Typ „Iskander-M“ mit Streubomben-Gefechtskopf sowie mit Kamikaze-Drohnen vom Typ „Shahed“ an – die Ziele waren zivile Objekte.
Terror gegen die Zivilbevölkerung
Laut den lokalen Behörden hatte der Angriff keinerlei militärische Relevanz. Kein Objekt kritischer Infrastruktur, kein Waffenlager oder militärischer Stützpunkt wurde getroffen. Stattdessen schlugen Raketen direkt in Wohnhäuser, Spielplätze, Cafés, Bildungseinrichtungen und Privathäuser ein.
Ein dreijähriger Junge namens Tymofij kam ums Leben, als er mit seiner Großmutter vom Spielplatz nach Hause zurückkehrte. Nach der Explosion suchte die Mutter verzweifelt nach ihm – er konnte trotz Reanimationsversuchen nicht gerettet werden. Eine ältere Frau verbrannte lebendig, als eine „Shahed“-Drohne direkt ihr Haus traf.
Laut dem Leiter des Verteidigungsrats von Krywyj Rih, Oleksandr Wilkul, wurden 34 Wohnhäuser, 6 Schulen sowie Dutzende Geschäfte, Unternehmen und Infrastrukturobjekte beschädigt. Die Opfer waren zwischen 3 Monaten und 68 Jahren alt. Mindestens 38 Verletzte befinden sich im Krankenhaus, darunter sechs Kinder in kritischem Zustand.
Selenskyj: „Russen sind keine Diplomaten, sondern Unmenschen“
Bei einer Pressekonferenz äußerte sich Präsident Wolodymyr Selenskyj scharf zu den russischen Verbrechen:
„Die Russen sind derzeit einfach Teufel, Schweine und Unmenschen, keine Diplomaten.“
Er betonte, dass ein Waffenstillstand niemals verhandelbar sein dürfe, sondern bedingungslos erfolgen müsse. Erst danach könne man über Verhandlungen sprechen.
Selenskyj kritisierte auch die US-amerikanische Reaktion auf den Raketenangriff auf Krywyj Rih. Die US-Botschaft habe es nicht einmal gewagt, Russland als Täter zu benennen.
„Ein starkes Land, ein starkes Volk – und so eine schwache Reaktion. Das Verschweigen der Tatsache, dass es Russland ist, das Kinder mit ballistischen Raketen tötet, ermutigt nur die Verbrecher in Moskau, den Krieg fortzusetzen“, sagte er.
Terroristische Rhetorik des Kremls
Der Kreml versuchte erneut, seine Verbrechen gegen Zivilisten zu vertuschen und verbreitete propagandistische Erklärungen – von angeblichen Angriffen auf „westliche Ausbilder“ bis hin zu gefälschten Berichten über angebliche ukrainische Provokationen. Solche Manipulationen dienen dem Ziel, die vorsätzliche Tötung von Zivilisten zu rechtfertigen.
Dies ist ein weiteres klares Indiz dafür, dass Russland nicht nur Krieg führt, sondern systematischen Terror betreibt – unter Einsatz verbotener Waffen wie Streumunition, gezielt gegen zivile Einrichtungen wie Schulen, Wohnhäuser und Krankenhäuser.
Ukraine stärkt diplomatische Front
Selenskyj erklärte, dass die Ukraine gemeinsam mit Frankreich, Großbritannien und weiteren Partnern an einer neuen militärischen Koalition arbeite. Dabei gehe es um die Unterstützung in den Bereichen Luftabwehr, Bodenoperationen und Luftraumkontrolle. Die USA bereiten zudem ein neues Sanktionspaket gegen Russland vor – als Reaktion auf dessen Weigerung, den Krieg zu beenden.
Der Präsident bekräftigte auch, dass die Ukraine die Freigabe von 300 Milliarden US-Dollar an eingefrorenen russischen Vermögenswerten nicht zulassen werde – Moskau versuche, diese gegen Hightech-Produkte einzutauschen. Europa hat eine klare Haltung zur Beibehaltung der Sanktionen eingenommen.
In der Region Kursk, so Selenskyj weiter, bleibe die Lage unter Kontrolle. Ukrainische Streitkräfte halten dort rund 64.000 russische Soldaten in Schach, trotz der Versuche des Kremls, durch Desinformation von einer angeblichen „Einkesselung“ der ukrainischen Armee zu berichten.
Die zivilisierte Welt muss endlich das Offensichtliche anerkennen: Russland verstößt nicht nur gegen das Völkerrecht – es agiert wie ein Terrorstaat. Und der einzige Weg, dieses Böse zu stoppen, ist es, die Dinge beim Namen zu nennen und entschlossen zu handeln.
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