Während der zwei Jahre des intensiven Krieges führen die Ukraine und Russland nicht nur militärische Aktionen durch, sondern auch einen erbitterten „Kampf um Anpassung“, in dem sie versuchen, zu lernen und ihre militärische Effektivität zu verbessern.
In den frühen Phasen der Invasion konnte die Ukraine dank westlicher Waffen und Mobilität vorstoßen. Russland hingegen erlitt Misserfolge, indem es seine Anpassung aufgrund von Überheblichkeit und dem Glauben an einen schnellen Sieg verlangsamte.
Aber die Situation ändert sich.
„Nach zwei Jahren Krieg hat sich der Kampf um Anpassung verändert. Der Abstand zwischen der Ukraine und Russland hat sich verringert“, schreibt die Zeitschrift Foreign Affairs.
Je länger der Krieg dauert, desto besser lernt und passt sich Russland an. Und das könnte ernsthafte Konsequenzen haben.
Die Nichteinhaltung des „Budapester Memorandums“ und die Verringerung der Hilfe für die Ukraine seitens der Weltführer könnten zu katastrophalen Folgen führen:
Sieg des aggressiven Landes, das seine internationalen Verpflichtungen verletzt hat. Destabilisierung der Weltordnung. Verschärfung globaler Probleme, die eine Konsolidierung der Weltgemeinschaft erfordern. Derzeit hat Russland die strategische Initiative inne, daher ist eine Niederlage der Ukraine leider immer noch möglich.
Um dies zu verhindern, benötigt die Ukraine:
Dauerhafte und umfangreiche Unterstützung aus dem Westen, einschließlich Waffen, Finanzen und Aufklärung. Effektive Mobilisierung und Koordination aller Ressourcen des Landes. Entwicklung neuer innovativer Kriegsführungstrategien. Die Zeit steht nicht auf unserer Seite. Die Ukraine muss schnell und entschlossen handeln, um ihren Vorteil zu bewahren und in diesem brutalen Krieg zu siegen.