Russische Aggression gegen die baltischen Staaten: Neue Bedrohungen am Horizont?

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Österreichischer Politikwissenschaftler prognostiziert möglichen Konflikt

Der österreichische Politikwissenschaftler Gustav Gressel sprach bei BILD über die Möglichkeit eines Konflikts zwischen Russland und den baltischen Staaten. Seiner Analyse zufolge könnte das Szenario unter dem Vorwand eines inszenierten Aufstands der polnischen Minderheit in der Region Grodno in Belarus ablaufen, der angeblich von den baltischen Staaten unterstützt wird. Dies könnte als Vorwand für Russland dienen, um eine Aggression zur Verteidigung seines Verbündeten zu starten.

Militärübungen „Zapad-2017“ als Vorbereitung auf Aggression

Gressel weist auf die russisch-belarussischen Militärübungen „Zapad-2017“ hin, bei denen, so behauptet er, die russischen Streitkräfte offensive statt defensive Operationen gegen NATO-Staaten geübt haben. Die Übungen wurden in mehreren Richtungen durchgeführt, was darauf hindeutet, dass solche Szenarien in Zukunft realisiert werden könnten.

Mögliche Eskalation nach dem Krieg in der Ukraine

Derzeit sind die Hauptstreitkräfte der russischen Armee in der Ukraine konzentriert, und wie Gressel feststellt, fehlt es Russland an der Fähigkeit, einen neuen Konflikt im Baltikum zu beginnen. Sollte Russland jedoch einen Sieg über die Streitkräfte der Ukraine erringen, könnten kampferprobte Einheiten für einen neuen Krieg umgruppiert werden. Die jüngste Wiederherstellung des Leningrader Militärbezirks signalisiert Russlands Aufmerksamkeit für diese Region.

Mobilisierung und NATO-Reaktion

Gressel betont, dass im Falle eines neuen Krieges alles von der Geschwindigkeit der Mobilisierung der baltischen Staaten und Polens abhängt. Es ist entscheidend, dass diese Länder die russischen Streitkräfte an der Grenze stoppen. Die NATO muss ihrerseits schnell Bodentruppen verlegen und schwedische Flugplätze nutzen, um die Luftherrschaft zu erlangen.

Krieg ohne Atomwaffen

Dem Politikwissenschaftler zufolge wird sich Russland auf konventionelle Kriegsführung beschränken und keine Atomwaffen einsetzen. Nukleare Drohungen könnten erst nach der Eroberung der baltischen Staaten auftreten, um den Westen zu zwingen, sie als Teil Russlands anzuerkennen.

Bedeutung der Solidarität

Für ein besseres Verständnis der geopolitischen Lage und der Bedeutung der Unterstützung der Ukraine lesen Sie unseren Artikel über den Aufruf des deutschen Bundeskanzlers Olaf Scholz an die Deutschen, die Ukraine in diesen schwierigen Zeiten zu unterstützen: Scholz ruft die Deutschen zur Unterstützung der Ukraine auf: Botschaft zur Bedeutung der Solidarität.