Trotz der massiven Raketenangriffe Russlands auf die Energieinfrastruktur setzt die Ukraine ihre Unterstützung für die Energiesicherheit der Nachbarstaaten fort. In der Nacht zum 2. Januar 2025 beginnt der Export ukrainischer Elektrizität nach Moldawien, um den Energiebedarf des Partnerlandes zu decken.
Laut dem moldawischen Nachrichtenportal NewsMaker hat das staatliche Energieunternehmen Energocom einen Vertrag mit dem ukrainischen Unternehmen „Energoatom“ über zusätzliche Lieferungen von Elektrizität in den Nachtstunden abgeschlossen, wenn das ukrainische Energiesystem über überschüssige Kapazitäten verfügt.
„Wir werden zusätzliche Elektrizität in den Nachtstunden von unserem ukrainischen Partner ‚Energoatom‘ kaufen, wenn bei unseren Kollegen ein Überschuss an Energie vorhanden ist und sie diese exportieren können“, erklärten Vertreter von Energocom.
Es ist wichtig zu betonen, dass die Fähigkeit der Ukraine, Elektrizität zu exportieren, die Widerstandsfähigkeit des ukrainischen Energiesystems zeigt, das bereits im zweiten Jahr in Folge russischen Angriffen standhält. Seit Beginn der umfassenden Invasion hat Russland systematisch auf kritische Infrastrukturziele in der Ukraine abgezielt, um die ukrainische Bevölkerung ohne Licht und Wärme zu lassen.
Der Export von Elektrizität hat auch eine wichtige wirtschaftliche Bedeutung für die Ukraine, da er zusätzliche Deviseneinnahmen für den Staatshaushalt im Kriegszustand generiert. Gleichzeitig stärkt er die energetische Unabhängigkeit Moldawiens von russischen Energieressourcen, die das Putin-Regime traditionell als Instrument politischen Drucks einsetzt.
Die Zusammenarbeit im Energiesektor zwischen der Ukraine und Moldawien ist Teil einer breiteren Strategie zur Integration der Energiesysteme beider Länder in das europäische Energienetz ENTSO-E, das im März 2022 erfolgte.