Laut der New York Times, die sich auf amerikanische Beamte beruft, hat die Ukraine bereits den Großteil der 500 von den USA gelieferten ATACMS-Raketen verbraucht. Etwa 50 Einheiten bleiben übrig, was möglicherweise den Rückgang der Intensität der Angriffe auf feindliche Ziele erklärt. Zukünftige Lieferungen könnten durch einen möglichen Machtwechsel in den USA, etwa mit Donald Trump, gefährdet werden. Es wird erwartet, dass Trump die Unterstützung für die Lieferung neuer Raketen, die gegen russisches Territorium eingesetzt werden könnten, einstellen würde.
Obwohl die ATACMS-Raketen den strategischen Verlauf der Kämpfe nicht grundlegend verändert haben, verursachten sie erhebliche Schäden an der militärischen Infrastruktur Russlands. NATO-Admiral Rob Bauer erklärte, dass diese Angriffe Waffenfabriken und Munitionslager zerstörten und Russland dazu zwangen, seine logistischen Knotenpunkte weiter von der Frontlinie zu verlegen. Während die USA und die NATO die Effektivität dieser Raketen anerkennen, weisen sie darauf hin, dass die Ukraine sie selektiver einsetzen könnte.
Russland verdoppelt Produktion von „Shahed“-Drohnen
Analysten des Institute for the Study of War (ISW) berichten unter Berufung auf ukrainische Geheimdienstdaten, dass die Fabrik in der Sonderwirtschaftszone „Alabuga“ in der Republik Tatarstan zwischen Januar und September 2024 insgesamt 5.760 Kamikaze-Drohnen des Typs „Shahed“ produziert hat – doppelt so viele wie im gesamten Jahr 2023. Zudem hat das Unternehmen einen Vertrag über die Herstellung von weiteren 6.000 Drohnen bis September 2025 abgeschlossen.
Russland entwickelt auch aktiv einfache Lockdrohnen, die „Shahed“-Drohnen imitieren, um ukrainische Luftabwehrsysteme zu überlisten. Prognosen zufolge könnten bis Ende 2024 bis zu 10.000 solcher Lockdrohnen hergestellt werden. Dies stellt eine Herausforderung für die ukrainische Luftabwehr dar, die sich an die neuen Taktiken des Feindes anpassen muss.
Zerstörung eines „Shahed“-Lagers in der Region Orjol
Der ukrainische Generalstab meldete am 26. Dezember einen erfolgreichen Angriff auf ein Lager zur Lagerung, Wartung und Reparatur von Kamikaze-Drohnen in der Region Orjol. Der Angriff mit Storm Shadow-Raketen traf mehrere Betonunterstände, was die Fähigkeit des Feindes, Drohnenangriffe auf zivile Infrastruktur in der Ukraine durchzuführen, erheblich einschränkte.
Nach Angaben des Magazins ASTRA erreichten mindestens drei Storm Shadow-Raketen ihr Ziel. Bei dem Angriff kamen zwei russische Soldaten ums Leben, sieben weitere wurden verletzt. Diese Operation stellt einen bedeutenden Schlag gegen das Offensivpotenzial Russlands dar.
Kontext der russischen Aggression
Die zunehmende Produktion von Drohnen und Raketen durch Russland verdeutlicht das Bestreben des Kremls, Verluste zu kompensieren und den Abnutzungskrieg gegen die Ukraine fortzusetzen. Während die internationale Gemeinschaft ihre Unterstützung für Kiew verstärkt, passt sich Russland an die neuen Herausforderungen an und setzt seine Ressourcen für eine langwierige Konfrontation ein.
Die Ukraine wiederum verbessert kontinuierlich ihre Gegenmaßnahmen, darunter gezielte Angriffe auf kritische feindliche Objekte. Die Zerstörung des „Shahed“-Lagers ist ein Beispiel für die präzise Arbeit der ukrainischen Streitkräfte, die Russland erhebliche Verluste zufügen.
Zusätzliche Informationen zu russischen Kriegsverbrechen
Neben der verstärkten Waffenproduktion verstößt die russische Armee weiterhin gegen internationales Recht. Lesen Sie mehr über die jüngsten Verbrechen russischer Soldaten an ukrainischen Kriegsgefangenen, darunter zynische Hinrichtungen, die der Kreml vor laufender Kamera inszeniert: [Russische Kriegsverbrechen gegen ukrainische Gefangene: Zynische Hinrichtungen auf Kamera].