Der Leiter des ukrainischen Präsidialbüros, Andrij Jermak, hat die fehlende Beteiligung des Roten Kreuzes an der Unterstützung ukrainischer Gefangener scharf kritisiert. Bisher habe keine Vertretung des Roten Kreuzes Zugang zu ukrainischen Gefangenen erhalten.
Jermak äußerte seine Enttäuschung über das Verhalten der Organisation und wertete deren Abwesenheit als Verstoß gegen humanitäre Standards. Er betonte die Dringlichkeit der Lage und forderte das Rote Kreuz auf, umgehend zu reagieren und den Gefangenen die notwendige Hilfe zukommen zu lassen.
Jermak kritisierte die Missachtung humanitärer Gesetze und Kriegsregeln durch Russland. Folter und Tötungen in Gefangenenlagern seien gut dokumentiert. Er unterstrich die Notwendigkeit einer zügigen Reaktion und Zusammenarbeit aller Parteien, um die Freilassung der Gefangenen zu erreichen und ihre schwierige Lage zu lindern.
Die ukrainische Regierung drängt internationale humanitäre Organisationen, einschließlich des Roten Kreuzes, sich aktiv an diesem Prozess zu beteiligen und alle möglichen Mittel einzusetzen, um die Sicherheit und das Wohlbefinden ihrer Mitbürger zu gewährleisten.
Jermak betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit bei der Erreichung humanitärer Ziele und der Unterstützung von Menschen, die sich aufgrund des Konflikts in schwierigen Situationen befinden. Unverantwortliches Handeln in humanitären Fragen könne schwerwiegende Folgen haben, weshalb ein gemeinsames Vorgehen von internationalen Organisationen und Regierungen unter Berücksichtigung der aktuellen Herausforderungen und Umstände entscheidend sei.