Selenskyj äußert sich zu Macrons NATO-Truppen-Initiative in der Ukraine

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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich zur Initiative des französischen Präsidenten Emmanuel Macron bezüglich des möglichen Einsatzes von NATO-Truppen in der Ukraine geäußert. Während seiner Ansprache betonte er, dass die Beteiligung ausländischer Truppen an der Ausbildung ukrainischer Streitkräfte möglicherweise viel schneller Ergebnisse bringen könnte als die Entsendung vollwertiger militärischer Brigaden.

„Ich bin der Ansicht, dass die Ausbildung unserer Jungs hier durch Truppen viel effizienter ist, als Brigaden dorthin zu schicken. Darüber hinaus würden sie wertvolle Kampferfahrung sammeln, insbesondere mit solcher Ausrüstung. Es ist ein Unterschied, diese Maschinen in einem friedlichen Land zu betreiben, und ganz anders, wenn man sich auf dem Schlachtfeld befindet“, unterstrich das Staatsoberhaupt.

Selenskyj brachte auch die Idee der Einrichtung von Reparaturzentren für Militärausrüstung ins Gespräch, die es ukrainischen Fachleuten ermöglichen würde, Reparaturen an westlicher Technologie im Inland durchzuführen, ohne sie ins Ausland zu schicken. Laut dem Präsidenten reduziert diese Initiative, die teilweise bereits umgesetzt ist, die Reparaturzeit erheblich.

Der Präsident äußerte auch Unterstützung für die Idee, ausländische Truppen an der ukrainischen Grenze zu stationieren. „Wie könnten wir ablehnen? Wenn sie anbieten und kommen, werden wir es nur unterstützen“, fügte er hinzu.

Separat betonte Selenskyj, dass er nicht die Einladung von westlichen Truppen in die Ukraine initiieren könne, da dies möglicherweise zu Zwietracht unter westlichen Verbündeten und einer Reaktion der Russischen Föderation führen könnte.

„Um ehrlich zu sein, kenne ich nicht die Einzelheiten der Diskussionen zwischen Macron und seinen Partnern. Ich möchte von Emmanuel selbst hören. Aber ich möchte meine Haltung erklären. Heute kann ich nicht öffentlich sagen: ‚Ja, schickt Armeen in die Ukraine und kämpft!‘ Denn Russland wird weltweit Lärm machen, andere Länder überzeugen, ihre Söhne nicht in den Krieg zu schicken, behaupten, es sei nicht ihr Krieg, und beginnen, Europa und die NATO zu spalten“, erklärte Selenskyj.

Der ukrainische Präsident betonte, dass Initiativen aus anderen Ländern in der Ukraine immer willkommen sind. „Wenn jemand der Ukraine helfen möchte, werden wir niemals dagegen sein“, betonte Selenskyj.