Die Schlacht um Pokrowsk ist noch lange nicht vorbei, da die russischen Streitkräfte trotz vorübergehender Rückschläge durch die ukrainische Verteidigung weiter vorrücken. Laut The Economist ist es den Streitkräften der Ukraine (UAF) zwar gelungen, die russische Offensive vorübergehend aufzuhalten, doch die Lage bleibt angespannt. Russische Truppen gruppieren sich neu und starten an verschiedenen Frontabschnitten weitere Angriffe, wobei sie ihre zahlenmäßige Überlegenheit und Ressourcen ausnutzen.
Ein Offizier der 79. Brigade der UAF, Oleksandr, erklärte, dass die ukrainischen Streitkräfte gezwungen seien, sich taktisch zurückzuziehen, um Zeit für eine Neuorganisation und die Beschaffung von Ressourcen zu gewinnen. „Wir tauschen Leben und Territorium gegen die Zeit und Ressourcen des Feindes“, sagte er und betonte, dass kleine Gruppen von Verteidigern erfolgreich größere russische Truppen aufhalten.
Logistik am Rande des Zusammenbruchs
Die Situation an der Front wird durch logistische Probleme zusätzlich verschärft. Ukrainische Soldaten berichten, dass die Munitionsversorgung instabil geworden ist, was ihre Verteidigungsfähigkeit erheblich beeinträchtigt. Auch die Evakuierung von Verwundeten gestaltet sich zunehmend schwieriger, was für diejenigen an der Front zusätzliche Risiken birgt. „Wir haben mit unseren letzten Verteidigern gekämpft und unser Logistikpersonal in die Gräben geschickt“, zitiert die Veröffentlichung ukrainische Soldaten.
Russische Taktik: Artillerie und Gleitbomben
Russland setzt weiterhin stark auf die Dominanz der Artillerie und den Einsatz von Gleitbomben, ohne seine taktischen Ansätze zu ändern. Dies ermöglicht es den russischen Streitkräften, in verschiedenen Sektoren langsam voranzukommen. Ein Offizier der 79. Brigade sagte, dass die Russen verstehen, dass der UAF das Personal für groß angelegte Gegenangriffe fehlt, was ihnen kleine Gewinne ermöglicht.
Trotz überwältigender Schwierigkeiten bleiben die ukrainischen Verteidiger entschlossen und halten ihre Positionen. Die russische Strategie, die Ressourcen der Ukraine zu erschöpfen, stößt auf erbitterten Widerstand.