Die russische Armee setzt ihre aggressive Offensive in der Region Donezk fort und erhöht den Druck auf die ukrainischen Stellungen. Laut Julian Röpcke, Analyst der deutschen Publikation BILD, haben russische Truppen acht Dörfer südlich von Pokrowsk erobert und versuchen, die Stadt von Süden zu umgehen. Aufgrund eines Mangels an Personal können die ukrainischen Streitkräfte den Vormarsch des Feindes nur verlangsamen.
Röpcke betont, dass nur sieben Kilometer bis zur Grenze der Region Dnipropetrowsk verbleiben und die Kämpfe innerhalb weniger Wochen auf dieses Gebiet übergreifen könnten.
Russische Fortschritte im Donbass
Nach Angaben der Plattform DeepState haben russische Truppen kürzlich Fortschritte in den Gebieten bei Torezk, Zelenyi, Petropawliwka, Wosdwyschenka, Baraniwka und Pischtschane erzielt. Sie haben außerdem mehrere Siedlungen eingenommen, darunter Lozowa, Iwaniwka und Schewtschenko, was die Situation für die ukrainischen Verteidiger weiter erschwert.
Trotzdem leisten die ukrainischen Streitkräfte weiterhin effektiven Widerstand. In der Region Donezk sind ukrainische Truppen in das Dorf Berdyn eingedrungen, auch wenn Analysten bezweifeln, dass dies die Hauptstoßrichtung der Gegenoffensive ist. Gleichzeitig werden verstärkte Angriffe aus dem von Russland besetzten Sudscha in Richtung Welyke Soldatske gemeldet, wobei die ukrainischen Streitkräfte teilweise die Kontrolle über das Dorf Tscherkaske Porytschne erlangt haben.
Ukrainische Fortschritte in der Region Kursk
Trotz der russischen Offensive haben ukrainische Truppen in drei Bezirken der Region Kursk Fortschritte erzielt. Laut ISW führten die ukrainischen Streitkräfte mechanisierte Angriffe mit Unterstützung gepanzerter Fahrzeuge durch und rückten in die südlichen Teile von Berdyn vor. Zudem drangen sie in südliche Abschnitte einer weiteren Siedlung vor. Die Operationen wurden auch im Gebiet Leonidow und östlich von Sudscha bei Puschkarne intensiviert.
Analysten betonen, dass die ukrainischen Streitkräfte präzise Langstreckenschläge und Systeme der elektronischen Kriegsführung effektiv einsetzen, um Bodenoperationen zu unterstützen und die Aktivitäten der russischen Artillerie zu erschweren.
Russische Reaktion und wachsende Panik
Russische Propagandamedien bestätigen die Aktivitäten der ukrainischen Truppen in der Region Kursk, spielen jedoch das Ausmaß der Durchbrüche herunter und behaupten, „Angriffe abgewehrt“ zu haben. Gleichzeitig berichten russische Militärobeobachter von erheblichen Problemen in der Nähe von Sudscha, wo ukrainische Verteidiger lokale Erfolge erzielen, während die russische Armee mit ineffektiven Drohnen und Artillerie zu kämpfen hat.
Unterdessen wächst in russischen Kanälen die Panik über die mögliche Einnahme des Kernkraftwerks Kursk, das sich in der Nähe von Kurchatow befindet. Einige Berichte deuten darauf hin, dass die russischen Truppen die Kontrolle über die Siedlung Tyotkino verlieren könnten.
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