Die Stadt Pokrowsk in der Region Donezk steht vor einer zunehmenden Bedrohung durch das Vorrücken russischer Truppen. Den Bewohnern bleiben nur noch wenige Wochen, um in sichere Gebiete zu evakuieren. Diese Warnung gab Serhiy Dobriak, Leiter der Militärverwaltung der Stadt Pokrowsk, in einem Interview mit Radio Svoboda heraus.
Aktuelle Lage in Pokrowsk: Was ist bekannt?
Laut Serhiy Dobriak sind die wesentlichen Dienste und öffentlichen Versorgungsbetriebe in der Stadt noch in Betrieb, doch ihre Funktionsfähigkeit könnte aufgrund der zunehmenden Gefahr bald beeinträchtigt werden. Es wird erwartet, dass bereits in dieser Woche mit der Zwangsevakuierung von Kindern begonnen wird.
„Vor der Invasion im großen Stil lebten in unserer Gemeinde 13.700 Kinder. Jetzt sind noch 4.788 Kinder in Pokrowsk, was etwa ein Drittel der ursprünglichen Zahl ausmacht. Ich gehe davon aus, dass wir bis Ende dieser Woche mit der Zwangsevakuierung von Kindern beginnen müssen“, erklärte Dobriak.
Er stellte auch fest, dass etwa 60 % der Einwohner die Stadt bereits mit eigenen Transportmitteln verlassen haben. Der Evakuierungsprozess geht jedoch weiter und es stehen Ressourcen zur Verfügung, um die verbleibenden Personen zu unterstützen.
Die Zeit wird knapp: Warum Sie jetzt gehen sollten
Angesichts des raschen Vormarschs des russischen Militärs könnte sich die Lage schnell verschlechtern und die Möglichkeit einer geordneten Evakuierung verschwinden. Gestern verließen 490 Menschen die Stadt, nur 135 von ihnen nutzten den Zug, während der Rest mit eigenen Fahrzeugen abreiste.
„Wir haben die Ressourcen, um mindestens 1.000 Menschen pro Tag zu evakuieren. Es ist noch Zeit, ruhig und geordnet abzureisen, aber die Uhr tickt“, betonte Dobriak.
Fazit
Angesichts der anhaltenden militärischen Aggression Russlands und der zunehmenden Bedrohung der Sicherheit der Bewohner hat die Evakuierung aus Pokrowsk für diejenigen, die noch in der Stadt sind, oberste Priorität. Die örtliche Militärverwaltung fordert die Bürger auf, nicht zu zögern und die Gelegenheit zu nutzen, in sicherere Regionen umzusiedeln.
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