Orbán als „Putins Bote“: Ultimaten, Friedensverhandlungen und die Position der Ukraine

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Die ultimative Erklärung des ungarischen Premierministers Viktor Orbán zu einem sogenannten „Weihnachtsfrieden“ zwischen der Ukraine und Russland hat in Kiew heftige Kritik ausgelöst. Orbán forderte eine sofortige Antwort von der Ukraine, woraufhin Präsident Wolodymyr Selenskyj und seine Berater klarstellten, dass die Ukraine keine Vermittler benötigt, die eine prorussische Haltung vertreten.

Orbán, der im Volksmund den Spitznamen „Putins Schoßhund“ trägt, erklärte, er werde nicht auf „Provokationen“ aus Kiew reagieren. Doch die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Der Präsidentenberater Mychajlo Lytwyn bezeichnete Orbán unverblümt als „aufdringlichen Boten Putins“.

„Wenn ein solch lästiger Bote auftaucht, können wir nur eines sagen: Wir brauchen einen gerechten Frieden für die Ukraine, keine Scheinabkommen, die dem Kreml nützen“, erklärte Lytwyn.

Selenskyjs Position: Direkter Dialog mit Verbündeten

Präsident Selenskyj umriss deutlich seine Haltung gegenüber solchen „Vermittlern“.

„Die Ukraine braucht keine Vermittler wie Orbán. Er kann Putin nicht unter Druck setzen. Er hat weder eine so starke Armee wie wir noch ernstzunehmende Einflussmöglichkeiten. Ein Witz? Den kann er für sich behalten“, sagte Selenskyj.

Er betonte zudem die Bedeutung der Zusammenarbeit mit den führenden Verbündeten, insbesondere mit den USA. Laut Selenskyj verstehe die Regierung des neu gewählten Präsidenten Donald Trump, dass die Ukraine keinen eingefrorenen Konflikt oder eine Kapitulation akzeptieren werde.

„Wir müssen den Krieg zu Bedingungen beenden, die der Ukraine eine starke Armee, die Integration in die NATO und eine klare Rolle in der europäischen Gemeinschaft sichern“, hob Selenskyj hervor.

Friedensverhandlungen: Zwischen Unmöglichkeit und Realität

Der Berater des Präsidentenbüros, Mychajlo Podoljak, erklärte, dass Friedensverhandlungen mit Russland derzeit unmöglich seien.

„Man kann das medial endlos diskutieren, aber die Positionen der beiden Seiten sind absolut unvereinbar“, sagte Podoljak.

Die Ukraine besteht auf einem echten und nicht auf einem vorübergehenden Frieden. Laut Selenskyj sei es für Europa nicht ausreichend, lediglich die Kampfhandlungen zu beenden – es müsse ein langfristiger Frieden gewährleistet werden, der die Sicherheit der Region und die Zukunft der Ukraine berücksichtigt.

Die Bedeutung der Unterstützung durch die USA und die EU

Präsident Selenskyj hob die strategische Partnerschaft mit den USA besonders hervor.

„Amerika ist der größte Unterstützer der Ukraine in diesem Kampf. Aber nicht weniger wichtig ist unsere Partnerschaft mit der Europäischen Union. Das ist unsere Zukunft, und wir sehen uns als Teil dieser Gemeinschaft“, fügte er hinzu.

Die Ukraine hat bereits die Zusammenarbeit mit Trumps Team begonnen, das sich auf die Amtsübernahme vorbereitet. Nach Selenskyjs Ansicht verfügen die USA über alle notwendigen Hebel, um Russland unter Druck zu setzen, während die Ukraine über eine strategische Vision für das Ende des Krieges verfügt.