Die Europäische Union plant, Zölle auf ukrainische Produkte wie Eier und Zucker wieder einzuführen, um die Gemüter der Bauern zu beruhigen, die zu Beginn dieses Jahres in mehreren EU-Ländern protestierten. Dies berichtet die Financial Times unter Berufung auf eigene Quellen.
Den Informationen der Zeitung zufolge sollen die Zölle für ukrainische Waren 419 Euro pro Tonne für weißen Zucker, 339 Euro pro Tonne für Rohzucker und 30 Cent pro Kilogramm für Eier betragen.
Die Financial Times erinnerte daran, dass in der vergangenen Woche Zölle in Höhe von 89 Euro pro Tonne für ukrainischen Hafer wieder eingeführt wurden, die bis Juni 2025 gültig sein werden. Ähnliche Entscheidungen für Zucker und Eier sollen am 28. Juni verkündet werden.
Im April einigten sich die EU-Länder darauf, den zollfreien Zugang für ukrainische Lebensmittel, der nach der russischen Aggression eingeführt wurde, bis Juni 2025 zu verlängern. Aufgrund der Bauernproteste wurden jedoch Änderungen vorgenommen. Insbesondere beschloss die EU, Zölle auf ukrainische Eier, Zucker, Hafer, Mais, Honig und Getreide zu erheben, wenn die Importmengen dieser Produkte die Durchschnittswerte von 2022 und 2023 übersteigen. Die Zölle für Hafer wurden bereits auf dieser Grundlage wieder eingeführt, so die Zeitung.
Laut Financial Times zielen diese Maßnahmen darauf ab, die Situation auf den EU-Märkten zu stabilisieren und die negativen Auswirkungen des Anstiegs der Importe aus der Ukraine auf europäische Bauern zu minimieren.
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